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WIE SIE MIT DER SWOT-ANALYSE STÄRKEN, SCHWÄCHEN, MÖGLICHKEITEN UND BEDROHUNGEN IDENTIFIZIEREN

Nische perfekt besetzen

Wenn Sie wissen, dass Sie ein Spitzen-Links-Außen sind. Wenn Sie wissen, dass Ihre Vorlagen mit dem linken Fuß den Stürmer dermaßen gut erreichen, dass dieser gar nicht anders kann als sie zu verwandeln. Wenn Sie das wissen, dann werden Sie sich auch genauso aufstellen und das Spiel für sich entscheiden. Was aber, wenn Sie es nicht wissen? Möglicherweise setzen Sie sich rechts in der Verteidigung fest. Vielleicht gelingt es Ihnen, mit dem Kopf gerade eben noch einige gefährliche Schüsse Ihres Gegners abzuwehren. Aber mit dem rechten Fuß können Sie hier jedoch nicht viel ausrichten. So werden Sie sich im Spiel ganz gut über Wasser halten. Aber siegen werden Sie so nicht. Schade, oder? Wie im Fußball, so ist auch in Ihrem Business entscheidend, dass Sie wissen, in welcher Nische Sie die Führung übernehmen können. Das passende Werkzeug: Die SWOT-Analyse. Sie zeigt Ihnen, mit welchen Stärken Sie konkrete Möglichkeiten am Markt ergreifen können, welche Schwächen Sie kompensieren und welchen Bedrohungen Sie besser ausweichen sollten.

SWOT: S steht für Strengths (Stärken), W für Weaknesses (Schwächen), O für Opportunities (Möglichkeiten) und T für Threats (Bedrohungen).

Stärken und Schwächen - Ein Blick nach innen

Im ersten Teil Ihrer individuellen SWOT-Analyse geht es um Sie. Was bringen Sie und Ihr Unternehmen mit? Welche Eigenschaften und Fähigkeiten können Sie auf der Haben-Seite verbuchen? Wo gibt es möglicherweise Schwachstellen? Sicher haben Sie bereits ein ganz gutes Bauchgefühl, was Ihre Stärken und Schwächen angeht. Im Rahmen der SWOT-Analyse helfen Ihnen die folgenden Fragen dabei, diese Ahnung zu konkretisieren.

1. Ihre Stärken:

Worin sind Sie besonders gut?
Was können Sie besser als andere?
Welche Expertise sehen andere in Ihnen?
Was ist Ihr bestes Argument im Kundengespräch?

2. Die Schwächen:

Wo haben Sie noch Luft nach oben?
Wo liegen Ihre Schwächen?
Was sollten Sie besser vermeiden?

Möglichkeiten und Bedrohungen - Ein Blick vor die Tür

Wenn Sie jetzt ein gutes Gefühl dafür haben, mit welchem Rüstzeug Sie als Unternehmen ausgestattet sind, hilft Ihnen das, Ihr Können richtig einzuschätzen. Doch es ist nur die halbe Miete. Denn schließlich sind Sie nicht im Elfenbeinturm unterwegs, sondern wollen sich am Markt behaupten. Spannend wird es also, wenn Sie im dritten und vierten Schritt Ihrer SWOT-Analyse die Innensicht verlassen und den Markt einschätzen - und zwar so konkret wie nur möglich.

3. Ihre Möglichkeiten am Markt:

Welche Optionen entdecken Sie?
Welche interessanten Entwicklungen sind abzusehen?
Was tut sich auf Ihrem Marktsegment - sei es im technologischen Bereich oder vielleicht in Punkto Sport und Lifestyle?
Welche Entscheidungen der Politik betreffen Sie?
Welche regionalen Ereignisse können Sie für sich nutzen?

4. Mögliche Bedrohungen - welche Hindernisse können sich auftun und den Erfolg vereiteln?

Könnte der Wettbewerb Ihnen zuvor kommen?
Ändern sich konkrete Qualitätsanforderungen oder Kundenwünsche?
Bedrohen technologische Entwicklungen Ihre Marktposition?
Haben Sie Schwachstellen, zum Beispiel besonders hohe Außenstände, die Sie in Gefahr bringen könnten?

Die passende Mannschaft

Wenn Sie mit Ihrer SWOT-Analyse starten, dann ziehen Sie sich nicht ins stille Kämmerlein zurück.
Ebenso wenig hilfreich ist es, möglichst alle Mitarbeiter einbinden zu wollen. Umgeben Sie sich am besten mit einigen wenigen Menschen - mit Menschen, denen Sie blind vertrauen. Ratsam ist eine Team-Größe von drei bis sechs Personen. Aber Vorsicht! Häufig bekommt der Sympathiefaktor bei der Teamzusammenstellung einen viel zu großen Stellenwert. Dann arbeiten die Leute an der SWOT-Analyse, die auch schon in der Cafeteria immer gemeinsam am Tisch sitzen. Um diese Falle zu umgehen und genau die Richtigen ins Boot zu holen, hilft ein Blick von außen. Gern stehen wir Ihnen bei der Team-Bildung zur Seite.

Ziele geben Orientierung

Bei Ihrer SWOT-Analyse kommt es nicht darauf an, möglichst viele Daten zu erheben. Im Gegenteil. Sie halten Ihre Analyse angenehm schmal, wenn Sie sich dabei konsequent an Ihren Unternehmenszielen orientieren. Nehmen Sie sich drei bis vier Kernziele vor. Damit haben Sie eine gute Richtschnur. Welche Stärken können Sie für Ihre Ziele besonders gut einsetzen? Welche Schwächen könnten Ihnen auf Ihrem Weg in die Quere kommen? Wenn Sie derart stringent vorgehen, können Sie bei Ihrer SWOT-Analyse mögliche Nebenkriegsschauplätze getrost außer Acht lassen.

Ergebnisse nutzen - vier Optionen

Nun betreiben Sie Ihre SWOT-Analyse nicht zum Selbstzweck. Im Gegenteil. Die Ergebnisse, die jetzt in Ihrer Matrix stehen, sollen Ihnen helfen, die richtige Strategie zu wählen - eine Strategie, mit der Ihr Unternehmen aus vorhandenen Möglichkeiten echte Chancen macht. Grundsätzlich gibt es dafür vier Optionen:

  1. Die Stärken-Möglichkeiten-Strategie. Hier geht es darum, die bestehenden Möglichkeiten optimal zu nutzen und dabei vor allem auf die internen Stärken zu setzen.
  2. Die Schwächen-Möglichkeiten-Strategie. Sie fokussiert darauf, die internen Schwächen abzubauen, um neue Möglichkeiten effizienter zu nutzen.
  3. Die Stärken-Bedrohungen-Strategie. Sie zielt darauf ab, die internen Stärken darauf zu verwenden, die Gefahren der Umwelt auszugleichen und sie zum Vorteil des Unternehmens zu beeinflussen.
  4. Die Schwächen-Bedrohungen-Strategie. Die Aufgabe dieser Strategie ist es, Ihr Unternehmen bestmöglich zu verteidigen, in dem Sie die Schwächen und Gefahren minimieren.

Immer wieder

Dass eine möglichst exakte Standortbestimmung entscheidend für Ihren Unternehmenserfolg ist, leuchtet ein. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für Ihre individuelle SWOT-Analyse? Bevor Sie als Unternehmer starten? Wenn Sie etwas Neues auf den Markt bringen? Oder wenn eine Krise droht? Diese Fragen erreichen uns in Gesprächen mit unseren Kunden immer wieder. Die Antwort ist simpel: So, wie Sie sich regelmäßig um Ihre Personalplanung, um die Umsatzsteuervorauszahlung oder Ihren Jahresabschluss kümmern, so gehört auch die SWOT-Analyse zu Ihrer regulären unternehmerischen Tätigkeit. Sie liefert Ihnen gute Leitplanken für Ihr Engagement am Markt - und das nicht nur dann, wenn Sie als Unternehmer starten, sondern beispielsweise auch bei der Entwicklung eines neuen Produktes oder einer neuen Dienstleistung, vor der Gründung eines neuen Standortes, vor der Akquise eines neuen Kundensegmentes oder einfach als turnusmäßige Überprüfung Ihrer Marktposition. Das heißt nicht, dass es nicht auch weiterhin auf Ihren unternehmerischen Instinkt ankommt. Ohne den läuft schließlich gar nichts. Eine SWOT-Analyse hilft Ihnen jedoch, genau diesen Instinkt zu füttern und zu konkretisieren, so dass Sie zu jedem Zeitpunkt eine tragfähige, aussichtsreiche Nische in Ihrem Markt finden.

Wir von WSU unterstützen Sie dabei, die SWOT-Analyse für Ihr Unternehmen zu erstellen, erarbeiten mit Ihnen gemeinsam Ihre Stärken und Schwächen und nehmen Ihr Marktsegment unter die Lupe. Die Vorteile für Sie:
Fremdwahrnehmung hilft dabei, die eigenen Stärken und Schwächen objektiv zu erkennen. Befangenheit und Betriebsblindheit? Ausgeschlossen.
Mit hoher Methoden-Expertise und Markterfahrung erweitern wir Ihren Erkenntnishorizont.
Sie haben mehr Zeit für das, was Ihnen wirklich am Herzen liegt: Ihre Kunden.